Winterruhe – es schneit und ich blicke aus dem Fenster…

HappinessCreation-Admin   20. Januar 2021   Kommentare deaktiviert für Winterruhe – es schneit und ich blicke aus dem Fenster…

Es ist ein ruhiger Tag, der Schnee liegt auf den Hügeln, alles ist in unschuldiges Weiß getaucht. Leise schneit es weiter. Es wirkt friedlich, still und sanft. Irgendwo in der weiten Welt wird es sonnig sein, auch warm. Aber hier bei mir ist es gerade frostig kalt draußen und ich bin froh drinnen zu sitzen, durch mein Fenster zu schauen auf die wattig weiche Winterlandschaft.

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Die Natur ist in ihrem natürlichen Zyklus.
Im Winter ziehen sich die Kräfte zurück in den Boden, in den Pflanzen hinunter zu den Wurzeln, die Blätter sind abgeworfen, der ‚Ballast‘ ist zum schützenden Mulch geworden und bedeckt idealerweise die Wurzeln und schütz auch die wichtigen Organismen rundherum im Boden. Die Blätterdecke gibt Schutz und wird später Humus, um die Bodenorganismen zu nähren und neue Erde zu bilden. Es geht also nichts verloren in der Natur, obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, als wäre alles tot, als wären die Bäume und Pflanzen am Absterben und würden darunter leiden. Wenn wir es als Stadium betrachten, als Tiefpunkt, nachdem es im Frühling wieder aufwärts geht, schöpfen wir neue Hoffnung und können den Moment, diese Winterpracht genießen.

Aus der Perspektive eines kleinen Vogels oder eines Rehs kann das schon anders aussehen! Wenn der Vogel oder das Reh nicht genügend Nahrung findet oder auch keinen ausreichenden Schutz vor der Kälte und dem Schnee, dann ist dies für dieses Lebewesen das Ende!

Wenn ich jetzt hier nicht in der warmen Wohnung sitzen könnte und mir mein Essen draußen suchen müsste, dann wäre auch ich in einer anderen Situation und mein Leben und erleben begrenzt und ausschließlich auf das Überleben im Moment ausgerichtet.

Soweit so gut. So gibt es genau in diesem Moment weltweit viele, viele verschiedene Schicksale und unterschiedliches Erleben, egal ob als Pflanze, Tier oder Mensch. In allen Regionen der Erde und in allen Bevölkerungsschichten gibt es unterschiedliche Kämpfe ums Überleben. Das Gewahrsein von Luxus ebenso, wie Hoffnung auf ein besseres Morgen. Deshalb ist es ganz unmöglich von einer guten Situation auf der Erde zu sprechen oder von einer Endlichen oder Hoffnungslosen!

Jede und jeder blickt durch die eigenen Augen und im Idealfall sind wir schon des Mitgefühls fähig und können uns in die eine oder andere Situation einfühlen.

Ich kann jetzt nur in meiner Situation Entscheidungen treffen und im Rahmen meiner Möglichkeiten handeln. Wenn der Schnee zu hoch liegt, nicht einkaufen gehen und wenn ich Vorräte habe, diese nutzen. Wenn meine Heizung funktioniert, mich wärmen und drinnen Dinge erledigen, die anstehen.

Trotzdem versuchen wir immer wieder Aussagen zu treffen, die unser Erleben und unsere Sicht auf die Erde oder auf die weltweite Situation oder auf andere Menschen und Orte projizieren.

Wie können wir aus dieser Falle, aus dieser Illusion heraustreten?
Wo liegt die Grenze unserer Verantwortlichkeit und auch unserer Möglichkeit?
Was genau ist ein WIR-Bewusstsein in diesem Kontext?

Das frage ich mich gerade und ich empfinde mich selbst genauso als Teil der Natur und der natürlichen Zyklen sowie als Mensch mit der Freiheit zu wählen, wo auf dieser Erde ich gerade bin und welche Jahreszeit oder Umgebung ich erlebe. Doch ich fühle noch etwas anderes, den Ruf der Seele! Tief in mir gibt es ein Wissen, ein Empfinden über eine Einheit. Eine Einheit, die über mein ‚Mensch im Körper sein‘ hinausgeht und in dieser Seelenebene fühle ich mich verbunden und Zuhause. Manchmal frage ich mich, ob dies auch nur meine individuelle Wahrnehmung ist oder ob dies ein Raum, eine Sphäre ist, die wir teilen können? Wenn ich mich verbunden fühle, kann ich kommunizieren, mit meiner Umgebung, den Pflanzen und auch Tieren. Ich meine sie zu verstehen, innerlich, mit ihnen Austausch zu haben, sogar Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen.

Wie abwegig wäre es, wenn wir dies alle tun können und uns dadurch mit der Natur wieder verbinden?

Wäre dies dann ein ‚Seelen-WIR‘ Spezies übergreifend?
Wie fühlt dich das an, wenn ich mich mit allen anderen ‚Menschen-Seelen‘ verbinde, Völker übergreifend? Gibt es dann durch mich so etwas wie ein ‚Weltseelen-WIR‘?

Hat vielleicht die Erde selbst auch eine ‚Seele‘?
Die Erde als Planet als Lebensraum so vieler verschiedener Lebewesen ist aus meiner Sicht ein großer Organismus, der eine wundersame Kooperationsgemeinschaft gebildet hat, über Jahrmillionen.

Wir als Menschen sind erst für einen Wimpernschlag da, im Zeitzyklus der Erde!

Wir haben so vieles entwickelt und erdacht, gebaut und strukturiert, was unseren Lebensalltag bestimmt und was inzwischen so weit separiert ist von der Natur und den natürlichen Zyklen, dass wir es immer stärker spüren, wenn davon etwas wegbricht.

Jetzt aktuell sind wir in einer Zeit in der wir den Widerspruch der Erfahrungswelten drastisch zu spüren bekommen. Wie kann es sein, dass so viele lebensfeindliche Entscheidungen aufeinander aufbauen und glauben am Ende eine gesunde Entwicklung hervorzurufen? Im Laufe der Jahrmillionen haben diejenigen Spezies überlebt, die es geschafft haben sich anzupassen, auch diejenigen die Kooperationen eingegangen sind. Die dazugelernt haben und sich biologisch weiterentwickelt haben in ihrem natürlichen Rhythmus und im Weitervererben der neuen Fähigkeiten.

Wo stehen wir da gerade als Menschen?
Was fühlt jetzt in diesem Moment deine Seele? Gibt es in dir einen Ruf, eine Sehnsucht? Kannst du fühlen, worin deine Anpassung, dein Fortschritt in dieser deiner dir möglichen Umgebung ist? Wie sehen denn deine rein biologischen Möglichkeiten und Fähigkeiten aus? Vollkommen unabhängig von der Technik, von Strom und Feuer? Haben wir uns seither überhaupt weiterentwickelt oder haben uns diese Hilfsmittel vom Entwickeln eigener Stärken und Resilienz abgehalten?

Aus meiner Sicht ist ein wichtiges Bindeglied zum Rest der Natur unser Instinkt und unsere Intuition.

Über diese Wege funktioniert meiner Meinung nach die Kommunikation und diese ist nicht begrenzt auf die Wahrnehmung von Worten, innen oder außen, sondern darin sind alle Sinne beteiligt! Den kommenden Schnee riechen oder den nahenden Regen zu fühlen, kann nützlich sein, ebenso wie auf die Verbindung zu anderen Seelen zu vertrauen und von innen Botschaften ‚zu versenden‘. Die Urvölker haben darin Übung und nennen es Gebet. Meine Lehrerin in Hawai’i Puanani Mahoe sagte zu mir: „Meditation is listen to spirit and to pray is talk to spirit“. Dies meint im tiefsten Sinne zuhören und aussenden im Bewusstsein mit allem ständig verbunden zu sein.

Das ist meiner Meinung nach die höchste biologische Entwicklung, die wir als Menschen-Seelen hier auf der Erde machen können.

Indem wir das Bewusstsein und die sinnlichen Fähigkeiten aller Sinne, also auch der höheren Sinne wie Telepathie, Hell-hören, Hell-fühlen, Empathie entwickeln und uns mehr und mehr darauf verlassen können.

Indem wir diese Aufgaben der Technik überlassen verkümmern wir und bleiben gefangen in der Illusion der Verbundenheit.

Denn wenn wir abhängig sind von der Technik, die nicht in den Naturkreislauf eingebunden ist – alleine weil sie seelenlos ist – dann sind wir als Spezies in kurzer Zeit von diesem Planeten verschwunden, wenn wir diese nicht weiter bedienen können.

Worin könnte nun unsere größte Herausforderung liegen in den nächsten Jahren?
Worin liegen die Schätze verborgen, die wir noch heben und entdecken können? In unseren eigenen Fähigkeiten? Oder in der Abhängigkeit? Beides bedeutet durchaus ein WIR! Aber was empfindest du dabei in dir, in deinem Herzen, in deiner Seele? Was fühlt sich nach Heimat, nach Geborgenheit an?

Ich beginne zu träumen, einen wunderschönen Tagtraum, indem ich an einen lieben Menschen denke, innerlich zu ihm ‚hinfließe‘ und er das spürt und mir antwortet. Unser Sehnen und unsere Offenheit bringt uns zusammen im ‚Äthernet‘, wie eine passende Telefonnummer. In mir regt sich eine Freude, ein Erahnen oder sogar Gewissheit, dass dies möglich ist! Ich meine dies schon erlebt zu haben in ferner Vergangenheit oder nahen Zukunft. Ein Leuchten geht durch mich hindurch und ich beschließe jeden Tag ein wenig mehr zu träumen, von dieser freien und verbundenen Welt!

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